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Lebenshof - "Ich möchte ein Vorbild sein"

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Lebenshof - "Ich möchte ein Vorbild sein"

www.tierschutz-lauf.de
Samstag 12 Sep 2026 · Lesezeit 3 Minuten

Zeitung "TINA" / Nr. 37 / 9.9.2026 / Seiten 28, 29
Text = Isabell Finger / Foto = Katrin Denkewitz, stock.adobe.com

Ein Junge, eine kleine Farm und große
Träume für seine Tiere
Für den Bestand und fortlaufenden Betrieb der
Little Farm und den Umzug von Großsteinhausen
zum neuen Gelände n Walz Hausen ist Max
Meinhold auf finanzielle Unterstützung angewiesen.
Spenden sind über folgende Internetadresse möglich:
gofund.me/377b6e6e2.
Die Little Farm hat auch ein Instagram-Profil, auf dem
Max aus seinem Alltag berichtet:
@little_farm0802

"Ich möchte ein Vorbild sein"
Ein Haus mit Stall:
Für Max Meinhold zählt, was er mit seinem Lebenshof in Südwestpfalz bewirken kann
Erst 18 Jahre alt - und schon so viel Verantwortung:
Max Meinhold hat bereits über 100 Schützlingen ein Zuhause geschenkt.
Dabei entstand die Little Farm vor 2,5 Jahren eigentlich durch Zufall:
Weil er ein verletztes Kaninchen aufpäppelte, sprach sich herum, dass Tiere in Not bei Max eine Chance bekommen - und aus einem Hasen wurde ein ganzer Lebenshof.
Aktuell leben auf dem Gelände in Großsteinhausen 6 Schafe, 11 Ziegen, 16 Kaninchen, 15 Katzen, 10 Tauben, 7 Hähne, 5 Warzenenten, 2 Hähne und 8 Hennen.
Die neuesten Bewohner - die Ziegen Willy, Heidi, Dobby und das Schaf Manfred - sind erst kürzlich eingezogen.
"Sie sollten geschlachtet werden.
Ich kannte ihren verstorbenen Besitzer und weiß, dass er sie mit der Flasche großgezogen hat und die 4 ihm viel bedeutet haben."
Deshalb habe er nicht Nein sagen können obwohl es mehr Zeit, Kosten und Kraftaufwand bedeutet.
Der Wecker klingelt um 5.30 Uhr.
Bevor er zu seiner Arbeit als Sozialassistent im Kindergarten fährt, wird gemistet, gefüttert, gestreichelt.
Seine Stelle hat er bewusst halbtags gewählt:
"Damit noch Zeit für die Tiere bleibt."

Mit viel Liebe und Leidenschaft arbeitet er für sein Herzensprojekt
Während andere Jungs in seinem Alter mit ihren Kumpels u die Häuser ziehen findet sich Max auch an den Wochenenden zwischen Gackern, Gurren und tierischem Gewusel wieder - nicht ohne Konsequenzen:
"Viele Freundschaften haben sich aufgelöst", berichtet er.
"Aber die richtigen Menschen sind geblieben, und ohne deren Unterstützung würde es die Little Farm auch nicht geben."
Es müsse immer jemand nach dem Rechten sehen, wenn er mal verhindert sei.

Der Teenager hat konkrete Pläne und kämpft jeden Tag dafür
Dass er auf vieles verzichten muss, macht ihm nichts aus.
Für ihn überwiegt das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.
"Tiere sind die verletzlichsten Wesen auf der Welt.
Sie müssen mit dem leben, was wir Menschen für sie entscheiden", sagt Max.
Er möchte ein Vorbild sein und für das Thema Tierschutz sensibilisieren.
Wie das gelingen soll, weiß der 18-jährige ziemlich genau:
Im kommenden Jahr möchte er die Ausbildung zum Erzieher beginnen.
Später sollen eine Weiterbildung im Bereich tiergestützte Intervention und die Arbeit als Tierschutzlehrer folgen.
Doch bis es so weit ist, gibt es noch alle Hände voll zu tun:
Die Planung und Finanzierung des anstehenden Umzugs in den Nachbarort zum Beispiel.
Denn der Hof, auf dem die Tiere derzeit leben, steht zum Verkauf.
Ein neues Grundstück ist zwar bereits gefunden.
Aber bis alle dort einziehen können, müssen noch Ställe gebaut, Gehege eingerichtet und die Transporte organisiert werden.
Zusätzlich geht Max mit Hunden spazieren, mäht Rasen oder schneidet Hecken, um alles finanzieren zu können.
Allein für Futter und Tierarztkosten kommen monatlich oft wieit mehr als 1000 Euro zusammen.
Jeden Tag watet eine neue Herausforderung auf Max.
Aufgeben kommt für ihn trotzdem nicht infrage.
Schließlich sind da Will,, Heidi, Dobby und all die anderen Tiere, die auf ihn zählen.




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