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Was wirklich zählt / Wir gehören zusammen

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Veröffentlicht von Text Astrid Kessler in Tiergeschichte · 30 Mai 2021
 
Text Astrid Kessler / Fotos Jackson County Animal Shelter - Michigan / J. Scott Park / MLive.com (2)
Was wirklich zählt / Wir gehören zusammen …
Als der 2-jährige Bentley Boyers und Mischlingswelpe Lacey sich begegnen, sind sie sofort unzertrennlich.
Beide wurden mit einer Kiefer-Gaumenspalte geboren - und wissen sofort:
Nur gemeinsam können wir wahrhaft heil und glücklich werden.
Es gibt Momente im Leben, in denen die Zeit stillzustehen scheint.
Es sind Momente, in denen wir uns selbst in einer anderen Seele erblicken.
Und wenn diese andere Seele uns mit einem schwarzen und einem blauen Auge anblickt,
wie es das Michlingsmädchen Lacey an diesem Septembertag in einem Tierheim in Michigan
bei dem 2-jährigen Jungen Bentley tut, dann ist ein Bund geschlossen, den keine Macht der Welt wieder trennen kann.
Strahlt doch aus beider Augen dieselbe wunderbare Erkenntnis:
"Du bist wie ich."
Denn Junge und Hündin wurden mit derselben Fehlbildung geboren.

 
Eigentlich will der Vater Brandon  an diesem Tag zwei Hühner im Tierheim holen
Was Brandon dann aber sieht, lässt ihn sämtliches eierlegendes Federvieh vergessen:
einen schwarz-weißen, schüchternen Hundewelpen, vielleicht 10 Wochen alt, der abseits der anderen Hunde sitzt.
Brandons Blick fällt sofort auf die Schnauze des Labradormischlings:
Rechts von der Nase ist sie seltsam verwachsen.
Kann das sein ?
Ein Hund mit einer Gaumenspalte, ganz so, wie sein Sohn eine hat ?
Die Leute vom Tierheim bestätigen:
Ja, die kleine Hündin wurde vor Kurzem daran operiert.
Brandon ruft seine Frau Ashley an, zeigt ihr den kleinen Hund übers Smartphone:
"Wir brauchen sie", ruft Ashley sofort, "Bentley braucht sie."

 
Zwei kleine, verwundete Seelen, die einander heilen können
"Das ist mein Hündchen !"
Immer wieder jauchzt Bentley diesen Satz, lacht laut auf, schließt die kleine Lacey in die Arme,
drückt ihr einen Kuss auf die Schnauze und sieht die Umstehenden im Tierheim,
die sich ihrer Rührung kaum erwehren können, aus freudestrahlenden Augen an.
Niemals mehr will er sie hergeben, seine liebste Freundin.
Die genau weiß, wie es in ihm aussieht; die all das nachfühlen kann, was ihm fehlt.
"Es ist immens wichtig für Bentley zu verstehen, woran er leidet, und die Diagnose anzunehmen",
sagt Bentleys Arzt Dr. Christian Vercler, "umso wunderbarer ist es, dass er Lacey gefunden hat und erkennen kann,
dass selbst ein süßes Hündchen dasselbe haben kann wie er - und trotzdem süß bleibt.
Es gibt keinen Grund, sich von einer Gaumenspalte am Leben hindern zu lassen."
Die Liebe dieses kleinen Jungen und der kleinen Hündin - sie ist bedingslos und stellt sich auch den härtesten Prüfungen:
Wenn Bentley sich in den nächsten Jahren seiner wohl schwersten Operation unterzieht -
einer Knochenrekonstruktion des Oberkiefers -, wird Lacey ihm nicht von der Seite weichen.

 

 

 

 


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