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Pointerhündin Nora - Das Geschenk des Vertrauens

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Veröffentlicht von Autor nicht bekannt in Tiergeschichte · 30 Mai 2021
 
V Hören und Sehen Nr. 51 / 19 - 26.12.2020 / Autor nicht bekannt
Das Geschenk des Vertrauens
Die folgende Geschichte handelt von der Pointerhündin Nora.
Als sie in ein kanadisches Tierheim kommt, hat sie Schlimmes erlebt.
Sie ist sieben Jahre alt.
Sie ist trächtig.
Im Tierheim bringt sie 5 Welpen zur Welt, die alle vermittelt werden.
Hunde sind verletzliche Wesen.
Sie empfinden Trauer und Kummer.
Sie fürchten sich vor dem Alleinsein und vor lauten Worten, manche haben Angst im Dunkeln.
Grausamkeiten hinterlassen Spuren in ihrer Seele.
Und Noras Seele ist voller Narben.
Sie war einmal ein verspielter, junger Hund,  hat aber das Vertrauen in die Menschen und damit ihre Zutraulichkeit völlig verloren.
Verstört sitzt sie in ihrem Zwinger und zittert, wenn sich ihr jemand nähert.
Doch manchmal ändern die Dinge sich, wenn es am wenigsten danach aussieht.
An einem Freitagnachmittag kommt Elisabeth Spence in das Tierheim.
Die Mutter uvon 3 Kindern sucht einen Familienhund, erkennt auf den ersten Blick Noras sanfte Natur und nimmt das zitternde Tier mit nach Hause.
Es ist ein Haus, in dem es warm ist und alle freundlich miteinander sind.
Ein Haus, in dem es ein eigenes Körbchen für Nora gibt.
Das Wunderbarste aber ist Archie, das jüngste Kind der Familie Spence.
Archie ist ein Baby, das herrlich riecht, die Pointerhündin mit großen, runden Augen anschaut,
die kleinen Hände immer wieder nach ihr ausstreckt und dabei fröhlich gluckst.
Von Tag zu Tag wird Nora zutraulicher und neugieriger wenn sie Archie sieht.
Instinktiv erfasst sie: Er ist gut zu mir, er wird mir nicht wehtun.
Er ist genauso sanft wie ich.

 
Eine Oase im Herzen
Hunde sind Wesen, die sich nach Freundlichkeit sehnen, die Gutes annehmen und es nie wieder vergessen.
Nora gewinnt in den nächsten Monaten an Sicherheit, und vielleicht ist es wirklich so:
Wo einem bedingungslose Liebe geschenkt wird, da kann Vertrauen wachsen.
In solch einem Umfeld wenden sich Dinge zum Guten.
Als Elizabeth Spence zwei Jahre später einen Anruf aus dem Tierheim bekommt, zögern sie und ihr Mann nicht lange.
Sie glauben nicht an Zufälle und sind sich einig, dass das Schicksal es so will:
Sie adotieren einen zweiten Hund.
Es ist die Pointerhündin Remington, einer von Noras Welpen, die wieder im Tierheim gelandet ist.
Man sagt, Hunde haben eine besonders feine Nase und eine große Merkfähigkeit für Gerüche.
Nora erinnert sich wohl an Remis Geruch.
Weiss, dass es ihr eigenes Baby ist.
Der Moment der ersten Begegnung ist berührend:
Die beiden Hündinnen laufen wedelnd aufeinander zu, beschnuppern sich, beginnen zu spielen und sind von da an unzertrennlich.
Heute ist Nora 13 Jahre alt und der ruhende Pol der Familie.
Um sie herum wirbeln 3 Kinder, 3 Hunde und 4 Katzen.
Beschaulich ist es selten, oft ist es laut und hektisch.
Aber im Hause Spence ist niemand allein, niemand wird verletzt, niemand muss Angst haben.
Und nun steht Weihnachten vor der Tür.
Wenn an Heiligabend alle gemeinsam vor dem geschmückten Tannenbaum sitzen, wird Nora neben Remi sitzen
und Archie wird beiden Hündinnen über das  weiche Fell streicheln.
Archie, der freundliche Jaunge, der einmal ein Baby mit großen Augen war - er hat einer verletzten Seele das Vertrauen zurückgegeben
und eine Oase im Herzen gefunden, die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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