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Homepage / Geteiltes Leid
Geliebte Katze - 03 / 2002

Our Cats - 01 / 2000

Berufstätigkeit

Warum immer mehr Menschen zwei Katzen bevorzugen
Siehe  Homepage: http://balsiamanori.de/GeteiltesLeid.htm
Eingabe am 01.07.2003


Auszug aus der Zeitschrift „Geliebte Katze“ 03/2002  -  Nina Blersch
Nicht jeder Neuling ist willkommen - Wege zur Zweisamkeit

Wer seiner Katze eine neue Partnerin zugesellen will, muss behutsam vorgehen. Schritt für Schritt werden die beiden miteinander bekannt und vertraut gemacht.
Die direkte Konfrontation ist keine gute Basis für eine neue Beziehung. Die eine Katze fühlt sich als Hausbesitzerin in die Enge getrieben, die andere steckt (wenn auch unfreiwillig) in der Rolle eines Eindringlings.
Die Wege zur Zweisamkeit sind langsam und manchmal haarig. Aber es lohnt sich, den Zweisamkeit bedeutet Gesellschaft, wenn der Besitzer wieder keine Zeit hat, das bedeutet, einen Spielkameraden zu haben und jemand zum Kuscheln und Schmusen. Der Alltag einer Wohnungskatze wird sehr viel unterhaltsamer.
Einem Single, der seit Jahren seinesgleichen nicht gewöhnt ist, ist die Anwesenheit eines Artgenossen kaum mehr zuzumuten. Aber bei kontaktfreudigen Tieren lohnt sich der Versuch. Wichtig ist die behutsame Vermittlung durch den vertrauten Menschen.
Ein jüngeres Tier, möglichst eins vom anderen Geschlecht, bietet die besten Voraussetzungen für eine neue Partnerschaft. Es ist anpassungsfähiger und noch bereit, die angestammten Vorrechte des Älteren zu respektieren. Auf keinen Fall darf die Neue den Haushalt besetzen.
Darum wird sie für gut eine Woche im Schlafzimmer untergebracht, die Tür bleibt verschlossen, damit sie sich sicher fühlt und eine Basis zu ihrem neuen Besitzer aufbauen kann. Die alteingesessen Katze behält alles wie gehabt, d.h. zum Beispiel ihr Futterplatz ist in der Küche, das Katzenklo in der Gästetoilette. Nur ins Schlafzimmer darf sie die nächsten Tage nicht. Nach etwa 3 Tagen, abhängig vom Selbstbewusstsein der Neulings, kommt es zur ersten Kontaktaufnahme: Alle Türen und Fenster nach außen werden verschlossen, damit er ja nicht entwischen kann. Auf dem Arm des Menschen wird der neue Mitbewohner dann durch die ganze Wohnung getragen und mit der Umgebung vertraut gemacht.

Die Altkatze darf der Neuen zeigen, wer Herr im Haus ist.
Inzwischen ist die „Alte“ gewöhnlich voller Neugier ins Schlafzimmer gestürmt. Was sich hinter der verschlossenen Tür abspielt, will sie wissen. Möglicherweise benutzt sie dort gleich die fremde Katzentoilette, um so ihren Besitzanspruch kundzutun.
Nach dem ersten Rundgang lebt man wieder getrennt – der Neuling bleibt im Schlafzimmer, der Rest der Wohnung gehört weiter der Altkatze. Doch ab jetzt kommt man sich näher. Zu einem ruhigen Zeitpunkt werden die Türen geöffnet, damit die Tiere sich in aller Ruhe über den Weg laufen können. Der Besitzer behält sie im Blick, denn bestimmt wird einer fauchen, weglaufen oder dem anderen eine wischen. Bei den kleineren Rangeleien mischt sich der Mensch nicht ein. Die Altkatze darf der anderen ruhig klarmachen, wer hier der Herr im Haus ist. Und so bleiben Schritt für Schritt die Türen immer länger offen, bis nach rund einer Woche die Eingewöhnungsphase abgeschlossen ist. Tisch und Toiletten bleiben lieber noch eine Weile getrennt.
Übrigens neigen Freilaufkatzen dazu, sich beleidigt zurückzuziehen, wenn eine neue Katze ins Haus kommt. Es ist sinnvoll, sie ein paar Tage ohne Freilauf zu Hause zu halten, damit sie sich mit der Situation auseinandersetzen können. Danach dürfen tagsüber beide raus, abends bleiben die Türen zu und die Katzen zur Stabilisierung ihrer Beziehung im Haus.

Eskalieren die Feindseligkeiten, hilft nur Trennung.
Schwierig wird es, wenn die Beziehung schon gescheitert ist und sich Hassgefühle etabliert haben. In diesem Fall empfiehlt sich eine zweiwöchige Trennung nur mit Schnüffelkontakt unter der Tür. Der nächste Schritt besteht im visuellen Kontakt durch einen Türspalt. Jede Katze bekommt dazu viel Lob und Leckerbissen. Sobald sich die Abwehrstimmung gelegt hat, beginnt man mit 5-Minuten-Meetings. Sie finden zweimal täglich über die Dauer von drei Monaten in einem großen Raum statt. Die friedlichere Katze kommt zuerst, erhält Lob und Catnip. Die aggressivere lässt man in einer Transportbox mit Ausblick hereinbringen. Aggressives Verhalten versucht man mit Catnip und Spielzeug abzulenken. skaliert dennoch die Aggression, bekommt die Angreiferin eine Dusche aus der Wassersprayflasche. Nach einer Pause versucht man es erneut. Sobald die Feindseligkeiten abnehmen, dürfen beide bei den Meetings frei im Zimmer herumlaufen. So wächst allmählich ihr Freiraum.


Auszug aus der Katzenzeitschrift „our cats" 01/2000  -  Text: Marion Friedl
Wenn die zweite Katze kommt .........
Die Katze ist zwar kein Rudeltier wie der Hund, trotzdem sind Sozialkontakte für sie lebenswichtig.
Katzen sind in der Regel gesellige Wesen und teilen sich die Wohnung gerne mit einem Artgenossen. Sie können miteinander spielen, toben, zusammen kuscheln. Zu zweit gehaltene Katzen sind klüger und glücklicher, jedoch trotzdem auf den Menschen bezogen.
Bei Berufstätigkeit ist die Anschaffung von 2 Katzen ein absolutes Muß.
Die Bedürfnisse des Tieres sollten an erster Stelle stehen, nicht mehr Zeit oder Geld. Ist eine Katze zuviel alleine, kann es zu Verhaltensstörungen kommen wie Unsauberkeit, aggressives Verhalten, Kratzen an Tapeten und Möbeln.
Am einfachsten ist es, wenn man sich von Anfang an zwei junge Kätzchen anschafft, am besten Wurfgeschwister, die am häufigsten beieinander liegen und miteinander spielen. Auch zwei Jungkatzen, die nicht miteinander verwandt sind, können aneinander gewöhnt werden.

Partner für eine erwachsene Einzelkatze
Es sollte auf das Alter und das Geschlecht des Neuzugangs geachtet werden.
Junge Katzen bis zum 6. Monat eignen sich besonders gut zur Integration in einen Katzenhaushalt. Es kann zwar ab und zu zu Quereleien kommen, aber bedrohlich angreifen werden sich die beiden nicht. Katzenkinder genießen bei erwachsenen Tieren eine gewisse Narrenfreiheit, da das sogenannte Kindchenschema Aggressionen hemmt.
Ein Jungtier spricht den Brutpflegetrieb an – selbst beim Kater!
Bei älteren Erstkatzen kann es passieren, daß sie auf die kleinen genervt reagieren. Als Faustregel gilt, daß die Katze, die Gesellschaft von einem Katzenkind bekommen soll, nicht älter als 8 Jahre sein sollte.

Bei Tod der Zweitkatze
Bitte keinen Katzennachwuchs als Ersatz des verlorenen Sozialpartners nehmen, sondern ein erwachsenes Tier.

Wichtig ist auch das Geschlecht der beiden Katzen. Eine Partnerschaft zwischen Männchen und Weibchen klappt meistens ganz gut.
Aber: Vorsichtshalber sollte der Kater die Erstkatze sein.
Kater, die zu einem Weibchen kommen, kehren gerne den Macho heraus.
Ungünstig ist es auch, einem erwachsenen Kater einen ebenfalls erwachsenen Kater vor die Nase zu setzen. Da wird dann erst die Rangfolge geklärt durch starke Auseinandersetzungen. Nicht selten treten Verhaltensprobleme auf.
Die Kombination „zwei Kater funktioniert dann, wenn der Erstkater erwachsen und der Neue jung und noch nicht geschlechtsreif ist. Bis die Geschlechtsreife eintritt, haben sich die beiden zusammengerauft.

Zwei Weibchen vertragen sich meist sehr gut.

Bei der Anschaffung des Zweittieres sollte man auch auf das Selbstbewußtsein achten. Selbstbewußte Jungtiere und selbstbewußte erwachsene Tiere haben gute Chancen, Freunde zu werden.
Eine schüchterne, unsichere Katze sollte nicht mit einem selbstbewußten, resoluten erwachsenen Tier konfrontiert werden. Die schüchterne Katze könnte zu sehr unterdrückt werden.

Verhalten des Menschen, daß die Partnerschaft „Katze" zu „Katze" klappt
Ruhigbleiben, wenn die beiden sich anfauchen, anknurren oder ohrfeigen.
Nur eingreifen, wenn es wirklich gefährlich wird. Die Tiere müssen die Rangordnung untereinander ohne menschliche Einmischung festlegen.
Die alteingesessene Katze sollte bevorzugt werden, denn wenn der Neuzugang zu viel Zuwendung bekommt, könnte die Erstkatze eifersüchtig werden.
Außerdem sollte die Wohnung für 2 Katzen groß genug sein. Katzen brauchen Bewegungsfreiheit und Rückzugsmöglichkeit.
Hilfreich ist auch, wenn jede Katze ihre eigene Toilette hat, den eigenen Schlafplatz und Freßnapf hat.
Wenn sich die Tiere gut miteinander vertragen, passiert es von alleine, daß sie beim Schlafen zusammenliegen.


Ein Mensch und zwei Katzen
Harmonische Dreierbeziehung
(IVH) Hauskatzen sind keine Einzelgänger wie vielfach angenommen. Dass es sich bei ihnen um durchaus gesellige Wesen handelt, bestätigen Untersuchungen des bekannten Verhaltensforschers Professor Leyhausen. Sie schließen gerne mit ihren Artgenossen Freundschaft, aber der Mensch steht an erster Stelle. Denn er erfüllt alle ihre Bedürfnisse am besten. Er gibt ihr Geborgenheit, versorgt, füttert und streichelt sie. Die meisten Hauskatzen schließen sich so eng an "ihre(n)" Menschen an, dass sie sie (ihn) sogar als ihre "Mitkatzen" ansehen. Dies bestätigt eine neue Studie der österreichischen Verhaltensforscherin Mircea Pfleiderer.
Das Einzige, was der Mensch seiner vierbeinigen Wohngenossin jedoch nicht immer bieten kann, ist er selbst. Denn wer hat schon Zeit, sich den ganzen Tag intensiv um seine Samtpfote zu kümmern. 75 Prozent der Single-Katzenhalter sind zum Beispiel berufstätig. Für sie empfiehlt sich auf jeden Fall eine zweite Katze. Insbesondere, wenn man einer einzelnen keinen Auslauf nach draußen bieten kann. In der Stadtwohnung ist das Leben zu zweit viel unterhaltsamer. Ein Katzen-Duo vertreibt sich die Zeit mit Spielen, gegenseitiger Fellpflege oder sogar einer gelegentlichen Rauferei. Auch macht das Fressen zu zweit mehr Spaß und Lust auf Futter.

Schließlich bereitet es dem Menschen auch ein größeres Vergnügen, wenn er zwei Katzen beim Spielen und Herumbalgen beobachten kann. Und nicht zuletzt bedeutet das Schmusen mit zwei Vierbeinern auch doppelten Spaß.


Berufstätigkeit - Gründe für eine Zweitkatze

Katzen sind keine Einzel-Gänger, 

nur Einzel-Jäger, 

d.h. sie gehen zwar allein auf die Jagd, 

aber zu Hause haben sie am liebsten Gesellschaft von Artgenossen.

(aus "Ein Herz für Tiere, Ausgabe 08/2001)

Einzelkatzen, die den ganzen Tag allein verbringen, werden geistig und körperlich zu wenig gefordert. 

Sie leiden an Langeweile. 

Manche fangen laut an zu schreien, andere zerstören Teppiche und Möbel.

Nie die Katze anschreien oder schlagen, wenn die Tapeten angekratzt wurden 

oder die Nachbarn sich über das Geschrei beschwert haben. 

Die Katze kann den Zusammenhang zwischen "Tat" und Schelte nicht herstellen.
Besser wäre es, Sie hinterlassen ihr verschiede Aufgaben, die sie während ihrer Abwesenheit lösen kann. 

Verstecken Sie Leckerchen oder Lieblingsspielzeug in der Wohnung. 

Oder bieten Sie Kartons in verschiedenen Größen an, die die Katze erst "erobern" muss. 

Grundsätzlich sollte ihr ein ungefährliches Spielzeug zur Verfügung stehen. 

Die Bachblüte "Wild Oat" kann unterstützend gegen Langeweile helfen, 

ebenso wie leise, beruhigende Musik. 

Katzen hassen verschlossene Türen, 

gewähren Sie ihrer also möglichst zu allen Räumen Zugang. 

Muss Samtpfote fast den ganzen Tag allein sein, empfiehlt es sich, ihr Freigang zu gewähren. 

Besser ist es natürlich sich für eine zweite Katze zu entscheiden. 

Trennungsängste können sich nicht nur in Schreien oder Zerstörungswut äußern, 

sondern steigern sich bis zur Unsauberkeit oder Apathie.  

Mit einer zweiten Katze können Sie ruhigen Gewissens das Haus für mehrere Stunden 

oder sogar mal für ein Wochenende 

- wenn Fütterung und Hygienemaßnahmen gewährleistet sind - verlassen. 

Achten Sie aber darauf, dass der Charakter der neuen Katze dem der "Alteingesessenen" entspricht.
(aus Ein Herz für Tiere, 02/2003, Andrea Delveaux)

Berufstätige (auch nur Teilzeit) und Einzelpersonen sollten unbedingt zwei Katzen 

bei reiner Wohnungshaltung anschaffen, 

da die Tiere sonst vereinsamen. 

Apathie, psychische Störungen, Unsauberkeit oder Einrichtungszerstörung sind die Folgen.

(aus www.heilige-birma.ch)

Man darf eine Stubenkatze nicht einfach den ganzen Tag sich selbst überlassen. 

Wer trotz Berufstätigkeit einen Minitiger halten will, sollte ihm unbedingt Gesellschaft geben. 

Zwei Katzen können sich miteinander beschäftigen. 

So gibt es keine Langeweile, und die Tiere kommen nicht auf dumme Gedanken. 

Selbstverständlich stellt man ihnen auch genügend Spielzeug zur Verfügung.
(aus www.katzenwunderwelt.de)

So haben beispielsweise Katzen 

- entgegen allen Mutmaßungen - 

ein ausgepraegtes Sozialverhalten und sollten insbesondere dann,

wenn sie aufgrund von Berufstaetigkeit des Tierhalters den ganzen Tag 

alleine in die Wohnung verbringen, zu zweit gehalten werden.

(aus www.tierforum.de)