Herzlich willkommen

Home |  Impressum     A|B|E|F|G|I|K|L|N|R|S|T|U|V|W|Z

 

Diese Seiten wurden von vereins - un - ab - hängigen Tierschützern erstellt.


Baby und Katzen  |  Pers. Erfahrungen  |  Bachblüten  |  Balkonstürze  |   Katzenbitten Kinder / Erwachsene  (pdf-datei)  |
Buchtipps (pdf-datei)


Ein Baby kommt - die Katze muß weg?
Ein Plädoyer für die Freundschaft zwischen Kind und Katze

Auszug aus der Zeitschrift „Katzen Extra", 02/2000 - Autor = Heinz Stösser
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des SYMPOSION Verlage
s
Persönlicher Erfahrungsbericht      Katzenlife

                

Für viele Paare erfüllt sich der Wunsch nach einem Kind nicht sofort. 

Deshalb wird zur Überbrückung oft eine Katze angeschafft. 

Es sollte jedoch vorher geprüft werden, ob man einer Katze auch wirklich gerecht wird, vor allem, wenn dann doch ein Kind kommt. 

Kann und will das Paar mit einer Katze und einem Kind leben?

 

Leider empfinden einige Paare die Katze wirklich nur als Ersatz für ein Kind.

Hat sich der Kinderwunsch erfüllt, wird sie nicht mehr benötigt und weggegeben.

Ein echter Katzenfreund kann eine solche Einstellung nicht nachvollziehen.
Bei der Vermittlung eines Jungtieres sollte deshalb bei jungen Paaren ihre Einstellung bezüglich Zusammenleben Katze und Kind überprüft werden

Kleine Kinder sind kaum in der Lage abzuschätzen, ob sie einem anderen Lebewesen Schmerz zufügen, auch wenn sie noch so geschickt zum liebevollen Umgang mit den Tieren angeleitet werden.
Eine Katze, die in die Enge getrieben wird oder Schmerz empfindet, kann je nach Charakter sich ständig ängstigen und verkriechen oder mit Aggression antworten, d.h. zunächst fauchen, dann kratzen und beißen.
Säuglinge und Kleinkinder sollten nicht ohne Beobachtung bei der Katze gelassen werden. Der Katze muß man Möglichkeiten schaffen, dass sie sich dem Zugriff der Kinder entziehen kann. Die Katzen müssen frühzeitig daran gewöhnt werden, dass nicht alle Räume der Wohnung jederzeit für sie offensteht (Kinderzimmer). Hilfreich ist es auch, den Tieren zu vermitteln, dass das Kinderbett, Tragetasche, Wippe und Laufstall Tabuzonen sind. Ein lautes „Nein", in die Hände klatschen oder ggfs. der Einsatz einer Wasserspritze können bei der Erziehung der Katze Einsatz finden.

Katzen tun Kindern gut.
Das Leben mit Katzen wirkt sich, durch die richtige Anleitung der Eltern, positiv auf die kindliche Erziehung aus. Aus psychologischen Untersuchungen ist ersichtlich, dass Kinder, die mit Heimtieren leben, besonders phantaisievoll sind, sich als sozial, gefühlvoll, mitleidig und verantwortungsbewußt im Umgang mit anderen zeigen.
Katzen sind jedoch kein Spielzeug. Sie sind erst für Kinder ab ca. 5 Jahren als Spielkameraden geeignet. Das Kind muß akzeptieren, dass im Umgang mit der Katze die eigenen Wünsche nicht immer erfüllt werden oder an erster Stelle kommen. Ein Tier hat seine eigenen Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten, die vom Kind zu respektieren sind.

Kinder, die mit Tieren aufwachsen, sind oftmals sehr selbstbewußt und werden von Kindern ohne Tiere beneidet. Interessanter Weise scheinen sie häufig weniger konsumbezogen zu leben, als Kinder, denen der Umgang mit Tieren fehlt. Vielleicht liegt es daran, dass Ersatzbefriedigungen nicht nötig sind.
Bei der Vermittlung der Katze ist es ratsam, dass die Interessenten ihre Kinder zum Besuch mitbringen. Wichtig ist hierbei, den Umgang der Eltern mit den Kindern zu beobachten. Sind die Eltern in der Lage, ihrem Kind den richtigen Umgang mit dem Tier zu vermitteln. Wer bei der Beobachtung ein mulmiges Gefühl im Bauch hat, sollte sein Tier nicht an diesen Interessenten vermitteln. So wie die Eltern mit ihren Kindern umgehen (Streng, im Extremfall schlagen, Laissez-faire, d.h. die Tiere werden nicht in Ruhe gelassen und die Eltern schauen zu), so werden sie auch mit der Katze umgehen.

Die Katze als Ersatz für Liebe?
Eltern muß verdeutlicht werden, dass ein Kind niemals eigenverantwortlich eine Katze optimal versorgen kann. Die Zuneigung einer Katze wird niemals die Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit der Eltern ersetzen. Wenn die Eltern schon keine Zeit für die Kinder haben, so werden sie für die Katze überhaupt keine ZEIT haben. Heimtiere sind kein Ersatz für zwischenmenschliche Kontakte jeder Art. Wenn Eltern sich der Verantwortung ihrem Kind gegenüber nicht bewußt sind, so sind sie dies einem Tier gegenüber schon garnicht. Wichtig ist nicht die quantitative Menge an Zeit, die ein Kind und ein Heimtier benötigen, sondern die qualitative.
Hat die Katze genügend Rückzugsmöglichkeiten und leiten die Eltern ihr Kind im Umgang  mit dem Tier entsprechend an, so ist die Katze-Kind-Beziehung in der Regel erfreulich.

Wenn folgende Verhaltensregeln befolgt werden, steht einen Zusammenleben Katze/Kind nichts im Wege:

  • Die Katze möchte selbst entscheiden, wann sie kommt, sie mag es nicht, wenn das Kind dauernd hinter ihr herläuft
  • Sie möchte nicht dauernd herumgetragen werden.
  • Machen Sie dem Kind von Anfang an klar, was verboten ist:
    der Katze in Augen oder Ohren fassen, sie am Schwanz ziehen, gegen den Fellstrich streicheln und am Bauch kraulen, viele Katzen wehren sich mit den Krallen dagegen.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man eine Katze richtig trägt:
    Eine Hand trägt das Hinterteil der Katze, die andere stützt sie seitlich ab.
    Kleinere Kinder sind dazu noch nicht in der Lage.
  • Kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt mit der Katze spielen lassen. Im Eifer des Spiels verhalten sie sich häufig impulsiv und bewegen sich unkontrolliert. Auf derbes Anfassen oder gar Schlagen reagieren selbst geduldige Katzen mit Fauchen, Kratzen oder Beißen.
  • Hält die Katze die Hand des Kindes fest, so sollte das Kind lernen, die Hand nicht wegzuziehen, das reizt die Katze erst recht. Dies müssen auch die Erwachsenen noch lernen.
  • Beim Spiel der Katze mit Ball, Feder oder Schnur, setzt sie oft auch die Krallen ein. Kinder sollten bei solchen Spielen auf Distanz bleiben oder das Spielzeug so anfassen, dass sie nicht gekratzt werden können.
  • Die Katze möchte weder beim Fressen, Schlafen noch auf der Toilette gestört werden.
  • Katzen sind sensible Wesen, die Lärm und hektische Bewegungen überhaupt nicht mögen.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind wo und wie man eine Katze streichelt, wann die Katze in Schmuselaune ist und wie sie ihren Unwillen bekundet.
  • Die Katze darf außer von der eigenen Mutter von niemandem am Genick hochgehoben werden. Ein Hochheben im Nacken kann zu Verletzungen führen.
  • Kinder können schon früh Verantwortung und Pflichten für ihre vierbeinigen Freunde übernehmen wie Füttern, Fellpflege, Reinigen der Katzentoilette. Oft übernehmen sie diese Aufgaben gerne und sind stolz auf die neue Verantwortung.
    Die Hauptverantwortung bleibt jedoch bei den Erwachsenen. 
Bevor die Katze in den Haushalt kommt, ist folgendes abzuklären:
Wer kümmert sich hauptsächlich um die Katze?
Wer füttert die Katze?
Wer kauft das Futter ein?
Wer reinigt die Katzentoiletten?
Wer kauft das Katzenstreu?
Wer geht mit der Katze zum Tierarzt?
Wer hat ausreichend Zeit zum Spielen und Schmusen?
Wie werden Wochenenden gestaltet?
Wer betreut die Katze während des Urlaubs, bei Abwesenheit?
 
 
Geprägt
Prägung durch Katzen
„Our Cats“, 08 / 2003
Eva-Maria Kolfenbach

Liebevolle Anleitung durch Eltern unerlässlich
Wenn eine Katze angeschafft wird, weil die Kinder sich inständig eine wünschen, tragen die Eltern eine große Verantwortung, Kindern und Katze gegenüber. Die Kinder sollten alt genug sein, das Wesen einer Katze zu verstehen und zu respektieren. Was voraussetzt, dass Eltern selbst über dieses Wissen verfügen müssen, um es dann behutsam und liebevoll an ihre Kinder weiterzugeben. Die Körpersprache der hoch sensiblen und intelligenten Katze muss den Eltern bekannt sein und den Kindern richtig erklärt werden. Sonst lernen Kinder die körpersprachlich übermittelten Warnungen der Katze wie „lass das, ich mag das nicht“ oder „du tust mir weh“ nicht zu deuten, und die Katze, die keinen anderen Ausweg mehr sieht, setzt sich zur Wehr.
Wie Katz den Menschen formen kann

Jedem Menschen, der mit einer Katze zusammengelebt hat oder lebt, drückt sie ihren „Stempel“ auf. Und der ist – im „Normalfall“ – positiv.

Eine Katze ist nicht dazu geschaffen, menschliche Bedürfnisse zu befriedigen. 

Eine Katze lehrt sanft, aber nachdrücklich Toleranz. Eine Katze hasst Streit und Spannungen, sie lehrt Harmonie und Frieden. Und Mensch lernt, Gefühle zu leben und auszudrücken, lernt Zärtlichkeit zu geben und zu empfangen. Das Leben mit einer Katze lehrt Rücksichtnahme und Respekt anderen Lebewesen gegenüber, deren Eigenarten und Besonderheiten. Rücksichtsloser Egoismus und krankhafte Ichsucht beim Menschen lassen eine Beziehung zu einer Katze niemals auch nur ansatzweise entstehen.
Eine weitere Folge: der „Katzenmensch“ gewinnt ein offenes Auge und Ohr für die Not anderer – das nicht nur bei Tieren.
Eine Beziehung zur Katze bedeutet für den Menschen eine eigene heile Welt, in der es keine Treuebrüche gibt, keine bewusste Kränkung oder gewolltes Schmerzzufügen. Die  Katze liebt und akzeptiert ihren Menschen mit all seinen Schwächen, egal wie er ist.
Und eine Katze lehrt, dass Liebe auch Loslassen bedeuten kann.

 

 

 Auszug aus einem Katzenbuch
Kinder und Katzen

Katzen sind ewige Kinder.
Zum einen ist es Katzenart, sich im Spiel fit zu halten und ererbte Jagdtechniken zu trainieren;
zum anderen verharrt die Katze in der Partnerschaft mit dem Menschen auf dem Status des Kleinkindes, was ihr lebenslange Pflege und Verpflegung sichert.
Spielfreude, Neugier und die Liebe zum Menschen prädestinieren Katzen deshalb als Traumpartner für Kinder.
Damit die Traumbeziehung auch funktioniert, müssen Kinder einiges im Umgang mit Ihrem Heimtier lernen:

  • Machen Sie Ihr Kind mit den Verhaltensweisen und Ansprüchen der Katze vertraut. Ihm muss klar sein, dass die Katze keine Spielzeug ist und es muss akzeptieren, dass im Umgang mit ihr die eigenen Wünsche nicht immer erfüllt werden oder an erster Stelle kommen.

  • Während des Schlafs, am Futternapf und beim Toilettengang dürfen Katzen nicht gestört werden.

  • Jungkatzen sind wilden Spielen mit Kindern noch nicht gewachsen. Darüber hinaus haben sie ein ausgeprägtes Ruhebedürfnis. Ständige Störungen während der Schlafphasen gefährden ihre gesunde Entwicklung.

  • Erklären Sie Ihrem Kind, dass Katzen sensible Wesen sind, die Lärm und hektische Bewegungen überhaupt nicht mögen.

  • Machen Sie mit Ihrem Kind einen Streichelkurs:
    Zeigen Sie ihm, wo und wie man eine Katze streichelt, wann die Katze in Schmuselaune ist und wie sie ihren Unwillen bekundet.

  • Erklären Sie von Anfang an, was verboten ist:
    der Katze in Augen oder Ohren fassen, sie am Schwanz ziehen, gegen den Fellstrich streicheln und am Bauch kraulen -  viele Katzen wehren sich mit den Krallen dagegen.

  • Kleine Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt mit einer Katze spielen. Im Eifer des Spiels verhalten sie sich häufig impulsiv und bewegen sich unkontrolliert. Auf derbes Anfassen oder gar Schlagen reagieren jedoch selbst geduldige Katzen mit Fauchen, Kratzen oder Beißen.

  • Wenn Katzen mit den Pfoten nach Ball, Feder oder Schnur angeln, setzen sie oft auch die Krallen ein. Kinder sollten bei solchen Spielen auf Distanz bleiben oder das Spielzeug so anfassen, dass sie nicht gekratzt werden können.

  • Kinder sollten eine Katze möglichst selten hochheben und an sich drücken.
    Wehrt sich die Katze, muss sie sofort abgesetzt werden.

  • Führen Sie Ihrem Kind den richtigen Tragegriff vor:
    Eine Hand trägt das Hinterteil der Katze, die andere stützt sie seitlich ab.
    Kleinere Kinder sind dazu noch nicht in der Lage.

  • Kindern kann man schon früh Verantwortung und Pflichten für ihre vierbeinige Freundin übertragen:
    Füttern, Fellpflege, Reinigen der Katzentoilette.
    Oft übernehmen sie diese Aufgaben gerne und sind stolz auf die neue Verantwortung.
    Ältere Kinder, ab etwa 10 Jahre melden meist Besitzansprüche an. 
    Sie wollen ihre "eigene Katze".
    Damit übernehmen sie selbstverständlich auch alle Pflichten, mit Ausnahme der Tierarztbesuche.
    Das entbindet die Erwachsenen allerdings nicht von der regelmäßigen Kontrolle.

Zooplus 05 / 2004
Kinderwunsch Tier -
So gehen Sie am besten vor
Irgendwann wird wohl allen Eltern diese Frage gestellt: "Sagt mal, bekomm’ ich ein Haustier?". Ist der Wunsch nach einem Haustier bei Ihrem Kind erst einmal entbrannt, sollten sie ihn auf jeden Fall ernst nehmen. Ein schlichtes, unbegründetes "Nein" sorgt in den meisten Fällen für Frustration. Vielmehr sollten Sie gemeinsam herausfinden, ob es sich um einen ernsthaften Wunsch handelt und welches Haustier sich am besten in Ihre Gemeinschaft integriert. Folgende Punkte helfen Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen: 

  • Prüfen Sie das Interesse Ihrer Kinder. Manche Kinder möchten ein Tier nur, weil ein Freund ein Haustier bekommen hat. 
  • Gehen Sie mit Ihren Kindern ins Tierheim oder in den Zoo. Beobachten Sie die Reaktionen Ihrer Kinder.
  • Informieren Sie sich über die Kleintiere. Zeigen Sie Ihren Kindern, dass Sie sich auskennen und Ihre Bedenken nicht aus der Luft gegriffen sind.
  • Schenken Sie Ihrem Kind Bücher über Heimtiere. Werden die Bücher gerne gelesen, können Sie davon ausgehen, dass der Tierwunsch ernst gemeint ist.
  • Egal was Sie mit Ihren Kindern ausmachen, stellen Sie sich darauf ein, dass Sie sich um das Haustier mit kümmern müssen. 
  • Nehmen Sie zunächst ein Pflegetier für einige Wochen bei sich auf. Tierheime suchen zu jeder Jahreszeit Urlaubsunterkünfte für Pfleglinge und Ihr Kind kann die Ernsthaftigkeit seines Wunsches unter Beweis stellen. Oft verliert sich schon in diesen wenigen Wochen das Interesse am Tier.
  • Anschaffungskosten können vom Taschengeld gespart werden. Dabei können Ihre Kinder zeigen, was ihnen die kleinen Freunde wirklich wert sind.
  • Tierarztkosten sollten nicht allein vom Taschengeld bezahlt werden müssen. Ihre Kinder können jedoch einen Teil ihres Geldes dafür auf ein Sparbuch legen, um vorzusorgen.

Wenn Sie sich nach all den Überlegungen für ein Haustier entscheiden, können Sie sicher sein, dass es zu Ihnen und Ihrer Familie passt.  


Ein Baby kommt - die Katze muß weg ???
Persönlicher Erfahrungsbericht

Bei meinem Bruder bekam ich hautnahen Anschauungsunterricht, wie das Zusammenleben Katzen und Baby hervorragend funktioniert.

Als sich meine Nichte ankündigte, lebten die beiden Katzen-Geschwister Nessi und Micky sowie Maunzi, die Katze meiner verstorbenen Mutter,  bereits im Hause meines Bruders und seiner Frau.

Katzen oder Baby?
Diese Frage stellte sich für meine Schwägerin nie.
Sie bereitete die  Katzen bereits während der Schwangerschaft auf die veränderte Situation ein.
Als das Kinderzimmer eingerichtet wurde, durften Micky, Nessi und Maunzi das Zimmer ausgiebig inspizieren und beschnüffeln.
Das Elternschlafzimmmer war schon einige Wochen vor der  Geburt des Kindes tabu für die Katzen, nicht erst mit der Ankunft des Kindes. Die drei sollten das Ausgesperrtsein aus dem Schlafzimmmer nicht mit dem Kind in Verbindung bringen.   
Die Katzen wurden daran gewöhnt, dass sie nicht mehr auf dem Bauch der werdenden Mutter liegen durften, sondern daneben.  Als der Bauch meiner Schwägerin immer dicker wurde, merkten die Katzen selbst, dass dort kein Platz mehr für sie war. Sie purzelten herunter.
Auf der Couch legten sich die Katzen daneben. Im Schaukelstuhl quetschten sie sich auch noch mit hinein. War etwas eng, das störte jedoch weder meine Schwägerin noch die Katzen.
Beim Sitzen auf einem Stuhl wurde ein zweiter Stuhl eng daneben gestellt.

Als meine Nichte ins Haus einzog, durften Micky, Nessi und Maunzi sie beschnuppern.
Die Haustiger wurden nirgends ausgeschlossen.
Sie waren beim Füttern dabei, beim Wickeln usw.
Wenn wir mit dem Kinderwagen im Ort unterwegs waren, begleiteten uns die Katzen, da Freigänger, auf dem Spaziergang. Wir gingen natürlich nur ungefährliche Wege, wo den Katzen nichts passieren konnte.
Lediglich, als das Mädchen noch sehr klein war, wurden die Katzen nachts nicht ins Schlafzimmer gelassen.
Außerdem wurden die Katzen nie mit dem Kind alleine gelassen.
Ein Baby macht oftmals ungelenke Bewegungen, die eine Katze falsch auffassen könnte.
Die Katzen bekamen weiterhin ihre Streicheleinheiten, auch wenn meine Schwägerin mit dem Baby sehr viel um die Ohren hatte.
Es gibt Bilder, auf denen rechts im Arm der Mutter das Baby schläft, im linken Arm schläft Maunzi, die Katze. 
Mein Bruder und seine Frau zeigten der Kleinen und lebten ihr vor, wie sie mit den Tieren umzugehen habe.
Als meine Nichte dann größer und verständiger wurde, durften die Katzen auch bei ihr schlafen.
Das Mädchen hat ganz selten Kratzer abbekommen, nur dann, wenn sie unsere Mahnungen überhörte, dass sie jetzt zu ungestüm mit dem Kater war und er nicht weglaufen konnte, da sie ihn festhielt.
Sie weinte in diesem Moment nicht, da sie wußte, sie hat sich falsch benommen.
Wenn das Kind zu laut wurde, gingen die  Tierchen aus dem Gesichtsfeld des Kindes oder legten sich oben ins Regal, wo die Kleine nicht hinkam.
Das Kind hatte bei den Katzen eine besondere Stellung.
Vor allem der Kater Micky hat sich von meiner Nichte Dinge gefallen lassen, die wir Erwachsene uns nicht erlauben durften. Das Kind hatte einen Bonus bei allen drei.

Als das zweite Kind unterwegs war, kaufte meine Schwägerin ein Baby-Körbchen.
Dieses Körbchen gefiel Micky so gut, dass er es für sich beanspruchte.
Also bekam das Baby ein neues Körbchen für sich.
In diesem Körbchen schläft Micky heute noch, 6 Jahre später.
Meine Schwägerin darf dieses Körbchen nicht wegwerfen. 

Es war sehr schön zu erleben, wie das Zusammenleben Kinder und Tiere klappt.
Heute leben die beiden Kinder in der Familie mit 4 Katzen und 2 großen Hunden zusammen.
Sie haben gelernt, Rücksicht auf die Tiere zu nehmen und artgerecht mit ihnen umzugehen.