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I have a
dream
Ich träume davon, dass Katzen nicht mehr „weg geworfen“, ausgesetzt
werden.
Die Wirklichkeit ist – nach wie vor – ein Albtraum.
Was wurde nicht schon geschrieben, erinnert, gebettelt,
gefleht, gearbeitet, beraten – im wahrsten Sinn des Wortes für die Katz.
Die Katzenschützer geraten jedes Jahr aufs Neue zur Urlaubs- und Ferienzeit in
den Zustand purer Verzweiflung.
Die Flut ausgesetzter Katzen, das abgrundtiefe Elend und Leid dieser unglücklichen
Geschöpfe, nichts davon nimmt ein Ende.
Sommer in Deutschland.
Zum Platzen überfüllte Tierheime, vollkommen überforderte
Katzenschützer, Pflegeplätze im Katzenschutz gibt`s ohnehin viel zu wenig, und
das Horror-Szenario dessen, was ausgesetzte Katzen draußen zustößt,
zermartert Tierfreunden die Seele.
Keine Frage – Zweibeiner, die den ganzen Tag lang
arbeiten müssen, brauchen Urlaub.
Dass Sorgen, Nöte und Probleme in der
Zweibeiner-Welt zunehmen, ist auch mir bekannt.
Aber kein Grund, sich vor
Urlaubsantritt seines Haustieres auf feige und gemeine Art zu „entledigen“.
Wir Katzen sind eines der höchst entwickelten Wesen der
Evolution.
Durch unser – euch Menschen gleichendem! – limbischen System sind
unsere Gefühlsregungen den euren vergleichbar.
Wie Vertrauen und Zuneigung.
Und
– wir Katzen können „unsere“ Menschen lieben.
Was muss so eine
arme Samtpfote erleiden, wenn sie jäh alles verliert, ihre geliebten Menschen,
Sicherheit und Geborgenheit.
Unter manchmal grauenhaften Umständen den nackten
Kampf ums Überleben führen muss- und nur allzu oft verliert, bevor Hilfe überhaupt
in Sicht ist.
Falls die unglücklichen Katzen zudem noch unkastriert ausgesetzt
wurden, ist vor allem noch der Nachwuchs massiv gefährdet, dessen Todesrate
unvorstellbar hoch.
Als da wären:
Hunger, Nässe, Kälte, Krankheiten, Gefahren wie Autoverkehr, feindliche Hunde,
Tierfänger, Schießwütige, Katzenhasser....
Das unsagbare
Elend ist zu verhindern.
Der Punkt
„Versorgung im Urlaub/in den Ferien“ gehört zu den Fragen, die geklärt
werden müssen, bevor überhaupt ein Haustier angeschafft wird.
Zur
Urlaubsvorbereitung zählt die Haustierunterbringung!
Verschiedene Möglichkeiten
stehen zur Auswahl.
Ein prüfender Blick aufs Budget ist anzuraten.
Bitte auch
daran denken:
Zu Ferienzeiten sind Tierpensionen, Tierheim-Pensionsstellen und
Cat-Sitter-Plätze ausgebucht, also unbedingt beizeiten anmelden, im Kalender
vermerken.
Ist der finanzielle Rahmen eng, empfiehlt sich das Cat-Sitten auf
Gegenseitigkeit: entweder nimmt man selbst eine Katze bei sich auf, falls
der/die eigene (n) Zimmertiger das zulassen oder man betreut die
„urlaubs-verwaiste Kazte in ihrer angestammten Wohnung.
Im Gegenzug wird die
eigene Samtpfote solcherart betreut.
Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass –
nach Absprache – Blumen gegossen, Rolläden rauf und runter gezogen, Briefkästen
geleert, Zeitungen und Reklamebroschüren reingeholt werden und nichts auf die
Urlaubs-Abwesenheit hindeutet.
Sehr zu empfehlen zu Zeiten rapide zunehmender
Wohnungseinbrüche.
Menschen, die sich mit dem fadenscheinigen Argument „die
Katze ist glücklicher draußen, da hat sie Mäuse genug“ vor sich selbst zu
entschuldigen versuchen, sag ich’s ganz deutlich:
das ist nicht gedankenlos,
das ist herzlos und grausam.
Wir Katzen wissen
nicht, was das ist, bewusste Grausamkeit.
Dieser Wesenszug ist uns fremd. Euch
Menschen leider nicht immer .....
Ein Tier
auszusetzen bedeutet Verrat übelster Sorte an einer fühlenden Kreatur.
Verrat
an einem Lebewesen, das uneigennützig und selbstlos seinen Henker auch noch
liebt – um seiner selbst willen.
Und der dieses Geschöpf zu einem
entsetzlichen Sterben auf Raten verurteilt.
In diesem Punkt
werde ich die Menschen nie verstehen.
Miau
Kater Saladin
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