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Artikelserie "Katze"
Zweiter Artikel
=
Auswahl der richtigen Katze
Erster
Artikel =
Entscheidung Katze ja / nein?

Jede Katze ist eine Persönlichkeit, d.h. sie hat ihre individuellen
Eigenheiten, ihren unverwechselbaren Charakter.
Echte Katzenfreunde schätzen diese Vielfalt und lieben jede Katze
so wie sie ist.
Welche Katze ist die Richtige?
Nehmen Sie sich Zeit bei der Wahl Ihres zukünftigen
Familienmitgliedes.
Entscheidend sollte nicht allein das Aussehen sein.
Alle suchen nur Katzenbabies !
WARUM ?
Auch diese werden einmal erwachsen !
Und zwar schneller, als viele Katzenanfänger glauben.
Ein Katzenkind sollte erst mit 12 Wochen von seiner Mutter und
seinen Geschwistern getrennt werden.
Eine frühere Abgabe der
Tierchen ist verantwortungslos.
Kleine Katzen sollten am besten zu zweit oder zu einer Zweitkatze vermittelt
werden.
Wir Menschen können der Katze einen Artgenossen nicht
ersetzen, auch wenn wir uns noch so liebevoll um das Tier kümmern.
Insbesondere bei ganztägiger Berufstätigkeit möchte ich davon
abraten, nur eine Katze anzuschaffen.
Bisher war das Kätzchen mit der Mutter und seinen Geschwistern
zusammen.
Jetzt soll es auf einmal 9-10 Stunden alleine sein.
Aus
Langeweile entwickelt das Tier Verhaltensstörungen.
Für den Halter ein Grund das Tier wegzugeben.
Dabei wäre doch die Lösung so einfach, nämlich ein Spielkamerad und
das am besten gleich bei der Anschaffung.
Für die Katze ist es herrlich, mit einem Katzenfreund oder
Geschwisterchen zu toben, zu spielen oder zusammen zu schmusen und zu
schlafen.
Es stimmt nicht, dass zwei Katzen nur auf sich bezogen sind.
Meine eigenen zwei Kater standen schon an der Tür, wenn ich nur den
Schlüssel ins Schloß steckte.
Bei der Entscheidung "Katzenbabys" ist zu bedenken, dass
Katzenkinder unermüdliche Aktivitäten entfalten und das tagsüber
wie auch nachts.
Bei den Kleinen weiß man nie, wie sie sich einmal entwickeln werden:
Wird es ein Raufbold, der andere Katzen verprügelt, stundenlang
wegbleibt und nur zum Fressen heimkommt.
Oder wird es ein Schmusekater und Stubenhocker, der am liebsten in der
Wohnung lebt.
Flecki, zum Vermittlungszeitpunkt ein ruhiges, stilles Kätzchen, war
mit 6 Monaten genau das Gegenteil, nämlich eine kleine Kratzbürste.
Ihre Schwester, die damals ein kleiner Teufel war, die Interessenten
biß und kratzte, ich deshalb niemand für sie fand und sie bei mir
blieb, sie ist schmusig geworden.
Die Anwesenheit tobender, spielender Katzenkinder macht es fast unmöglich
die alltäglichen Arbeiten zu verrichten.
´Wie bei einem kleinem Kind
muss man die Kleinen dauernd im Auge behalten.
Sie sind zu jedem Unfug
bereit.
Katzenspiele kennen keine Grenzen. Im Eifer des Gefechts kann schon
mal etwas zu Bruch gehen.
Junge Kätzchen brauchen ständige Überwachung und Aufmerksamkeit.
Gardinen eignen sich hervorragend als Katzenschaukel.
Die Tapete dient
als Krallen-Wetzer.
Futter wollen sie alle 2 - 3 Stunden.
Beim Toben
wird der Wassernapf umgestoßen, das Elektrokabel ist herrlich zum
Reinbeißen.
Man darf nichts herumliegen lassen, alles eignet sich für das Kleinen
zum Spielen, auch das Toilettenkistchen wird zum Spielen benutzt.
Es ist herrlich das Katzenstreu herauszuschaufeln. Wozu hat man ein
Frauchen, das alles wieder aufkehrt. Und das Spiel beginnt von vorne.
Manche Katzenkinder dreckeln beim Fressen sehr gerne, d.h. sie stehen
mitten im Futter.
Beim Trockenfutter ist das nicht so schlimm, beim Naßfutter
darf Frauchen dann die Fußtapser aufwischen.
Sie weiß dann
wenigstens, wohin ihre Kleinen gewandert sind.
Nicht unterschätzen darf man die Sprungkraft der Kleinen.
Es reicht
also nicht, wie bei einem Kind, die unteren Bereiche zu schützen.
Als Halter von Katzenbabys braucht man Humor, starke Nerven und sehr
viel Geduld.
Bei einer erwachsenen Katze ist der Charakter bereits entwickelt.
Auch bei ihnen ist es sinnvoll, gleich zwei Stubentiger bei sich
aufzunehmen.
Unproblematisch ist es, zwei Tiere auszusuchen, die
bereits aneinander gewöhnt sind, z.B. zwei Wurfgeschwister.
Bei zwei
Katzen gibt es wesentlich weniger Haltungsprobleme.
Sie können
beruhigt Ihrer Berufstätigkeit nachgehen und müssen keine Befürchtung
haben, daß die Katze aus Langeweile Verhaltensstörungen entwickelt.
Aber auch, wenn Sie nicht berufstätig sind, so sind Sie doch nicht
immer daheim.
Eine Einzelkatze benötigt mehr Aufmerksamkeit und neigt dazu, schnell
exzentrisch zu werden
Eine erwachsene Katze ist nicht mehr so stürmisch und braucht weniger
Kontrolle.
Das Größenwachstum ist abgeschlossen.
Sie ist bereits kastriert und geimpft.
Die Sturm- und Drangzeit ist vorbei.
Ebenso die Kinderkrankheiten.
Auch erwachsene Katzen leben sich sehr schnell ein.
Nach einer Eingewöhnungszeit finden sie sich sehr gut zurecht und
akzeptieren den neuen Menschen.
Die Liebe, die Ihnen entgegengebracht wird, geben sie um ein
mehrfaches zurück.
Als älterer Mensch denken Sie daran, ob Sie Ihr Tier auch in 10
Jahren noch versorgen können.
Bitte keine Katze bei sich aufnehmen,
die Sie aller Voraussicht überleben wird.
Leider machen wir
Tierschutzvereine die Erfahrung, daß den Beteuerungen Ihrer
Verwandten, sich um die Katze nach Ihrem Tode zu kümmern, nicht immer
Glaube geschenkt werden kann.
Die Ersparnisse nehmen die Erben sehr
gerne, die Tiere werden ins Tierheim abgeschoben.
Katzenrasse?
Wir Tierschützer empfehlen die Europäisch Kurzhaar-Katze, volkstümlich
ausgedrückt die Hauskatze.
Diese ist robuster und weniger krankheitsanfällig als so manche
Rassekatze.
Wenn es unbedingt eine Rassekatze sein sollte, so fragen Sie bitte bei
den Tierschutzorganisationen nach.
Rasse schützt leider nicht vor der Abgabe ins Tierheim oder noch
schlimmer vor dem Aussetzen.
Katze oder Kater?E
s gibt kaum Wesensunterschiede.
Ob die Katze wild oder sanft ist, hängt von der jeweiligen Persönlichkeit
ab und nicht vom Geschlecht.
Kater werden in der Regel größer als die weiblichen Tiere.
Erster Artikel
Entscheidung "Katze ja/nein"
Sieht dieses kleine Kerlchen nicht allerliebst aus?
Die Entscheidung eine Katze in die Familie
aufzunehmen, sollte man sich jedoch genau überlegen
Echte Tierliebe steht an erster Stelle. Außerdem Verständnis für
das Wesen der Katze, richtige Einstellung zu artgerechter Haltung und
Kastration.
Ist dies nicht gegeben, sollte man dem Tier zuliebe auf die
Katzenhaltung verzichten.
Mit den wöchentlich geplanten Artikeln zum Thema
"Katze" möchten wir Ihnen Hilfestellung geben bei der Frage
Katze Ja/Nein und Infos geben zur Katzenhaltung.
Wir wissen auch nicht alles, aber vielleicht können wir einen Tipp, Bücherempfehlungen
geben oder sonstige Hilfe anbieten -
oder zumindest an jemand verweisen, der weiterhelfen kann.
Die Katzen haben es verdient,
dass sie artgerecht und liebevoll
behandelt werden und vor allem, dass sie ein dauerhaftes Zuhause
finden.
Das gemeinsame Leben mit einer Katze ist eine Partnerschaft, ein
Zusammenspiel von Nehmen und Geben, ist Achten und Respektieren der kätzischen
Eigenheiten.
Toleranz ist eine der wichtigsten Charaktereigenschaften, die
ein Mensch haben muss, wenn er sein Leben mit einer Katze teilen will.
Die Entscheidung für eine Katze muss auf die
Grundbedürfnisse und die angeborenen Instinkte der Katze hin
abgestimmt sein. Sonst ist das Scheitern der Katze-Mensch-Beziehung
vorprogrammiert.
Letztendlich entscheidet der von falschen Emotionen
befreite gesunde Menschenverstand - als Wichtigstes die echte Liebe
zur Katze. Auch wenn es verzichten hieße.
Überlegungen vor der Anschaffung
Soll ich oder soll ich nicht?
Die Anschaffung einer Katze will gut überlegt sein.
Bitte beantworten Sie sich selbst folgende Fragen:
Bin ich bereit, ca. 15 - 20 Jahre Verantwortung für die Katze zu
übernehmen und für sie zu sorgen?
Die Aufnahme einer Katze bedeutet Verantwortung. In guten und in
schlechten Zeiten, von der ersten bis zur letzten Lebensstunde der
Katze.
Sind Sie jetzt verunsichert, ob Ihnen Ihre Unabhängigkeit nicht
wichtiger ist, überlassen Sie die Katze lieber anderen.
Eine Katze ist kein Gegenstand, den man einfach verkauft oder weggibt,
wenn man keine Lust mehr hat oder die Katze Schwierigkeiten macht.
Habe ich mich bewußt für eine Katze entschieden?
Denke ich dabei hauptsächlich an das Tier?
Haben Sie sich mit den Grundbedürfnissen der Katze und ihrer
Lebensgewohnheiten vertraut gemacht?
Sind Sie bereit, sich auf die Katze einzustellen, auch wenn das
Veränderungen für Sie bedeuten?
Oder nur, weil sie angeblich weniger Arbeit macht und weniger Zeit in
Anspruch nimmt als z.B. ein Hund?
Das ist die falsche Motivation.
Katzen, besonders, wenn sie ausschließlich in der Wohnung gehalten
werden, sind sehr zuwendungsbedürftig.
Ist Katzenhaltung in Ihrem Haus erlaubt?
Bei Freigängern: Ist Ihre Nachbarschaft katzenfreundlich eingestellt?
Sind Sie allergiefrei?
Wenn Sie, ein Familienmitglied oder Mitbewohner in Ihrer Wohnung eine
Allergie gegen Tierhaare haben, sollten Sie von einer Katzenhaltung
absehen.
Stehe ich in noch so kritischen Situationen zu meiner Katze?
z.B. bei Wohnungswechsel, wenn ein Baby kommt oder wenn die Katze
schwerkrank wird oder wenn sie alt wird.
Süße Katzenkinder sind schnell gekauft. Aber was ist, wenn der
Stubentiger ein paar Jahre auf dem Katzenbuckel hat, grau, behäbig
und dick geworden ist und vielleicht eine chronische Krankheit
entwickelt hat?
Gerade dann braucht das Tier Ihre Zeit und Pflege.
Sie zögern jetzt?
Dann Hände weg!
Was ist, wenn sich Ihre Lebensumstände verändern, sie eventuell mit
weniger Geld auskommen müssen (wegen Arbeitslosigkeit oder
Scheidung)?
Würden Sie auch nur einen Gedanken daran verschwenden, Ihre Katze
wegzugeben?
Frage aus einer Katzenzeitschrift?
Wenn mal Schmalhans Küchenmeister ist, nehme ich das trockene Brot
und die Katze bekommt die Leberwurst?
Stehen Sie zu Ihrer Katze, egal wie schwierig Ihre Lebenssituation
ist?
Habe ich genug Zeit und Platz für die Katze?
Reicht meine Zeit - auch während der Wochen - zu mehr als Füttern
und Katzentoilette reinigen?
Haben Sie genügend Zeit, um sich nach einem anstrengenden Arbeitstag
um die Katze zu kümmern?
Eine Katze, besonders, wenn sie in der Wohnung gehalten wird, braucht
täglich Aufmerksamkeit, Bewegung und Spiele.
Wenn Sie berufstätig und viel außer Haus sind, nehmen Sie zwei
oder keine.
Bin ich bereit, alle nötigen Kosten zu tragen?
Anschaffungspreis, Ausstattung, Unterhaltskosten, Tierarztkosten,
nicht nur für Impfungen und Kastration, sondern auch für
unvorherzusehende Krankheiten.
Wenn Sie dese Frage verneinen, die Katze Ihnen das nicht wert ist,
sollten Sie sich besser kein Tier anschaffen.
Komme ich mit dem unabhängigen Charakter einer Katze klar?
Ist Ihnen bewußt, das Sie eine Katze nicht dressieren und nur bedingt
erziehen können?
Wenn Sie Gehorsam verlangen, sind Sie bei einer Katze an der falschen
Adresse. Sie ist zwar lernfähig, hat aber ihren eigenen Kopf und läßt
sich zu nichts zwingen.
Eine Katze kann man weder "halten" noch
"besitzen". Die Katze akzeptiert - und liebt - ihren
Menschen aus eigenem Entschluss.
Eine Katze vertraut sich und ihr Leben ihrem Menschen an, sieht ihn
zeitlebens als "Mutterkatze" und bleibt selbst
"Kind". Diese Bindung besteht für die Katze lebenslang,
einen Verlust oder Wechsel verkraftet sie manchmal gar nicht, oft nur
schwer und erst nach langer Zeit.
Habe ich Freunde oder Verwandte, die sich im Urlaub um die Katze kümmern
oder wenn Sie krank werden?
Wer denkt, dass es ausreicht, der Katze 2 oder 3 Wochen lang von einem
Fremden Futter hinstellen zu lassen, täuscht sich. Derart vernachlässigte
Katzen können seelisch krank werden.
Wäre ich bereit im Urlaub zuhause zu bleiben, falls keine
Katzenbetreuung in Sicht ist?
Wie komme ich mit Kratzspuren an Tapeten/Möbeln zurecht?
Sind mir Haare auf Sofa, Teppich, Kleidung usw. bestimmt nicht
unangenehm?
Macht mir die Beseitigung von Erbrochenem, die Reinigung der
Katzentoilette, nichts aus?
Der Staubsauger ist öfters als üblich im Einsatz, die Kleidung ist
voll Katzenhaare. Katzen haaren, besonders im Frühjahr und Herbst.
Wer damit Probleme hat, sollte von der Katzenhaltung absehen .
Die Pflege einer Katze hat nicht nur niedliche Seiten.
Spielen Sie in Gedanken das Leben einer Katze bei Ihnen durch. Eine
Katze kann einen Unfall erleiden oder krank werden, viel Pflege
brauchen und beträchtliche Tierarztrechnung verursachen. Sie kann -
auch gerade durch Krankheit - unsauber werden. Haben Sie das nötige
Verständnis, die nötige Geduld für solch schwierigere Situationen?
Sind Sie gewappnet, dass die Katze - trotz Kratzbaum und anderen
Kratzmöglichkeiten - an Tapeten und/oder Möbeln kratzt? Auch darauf,
dass Ihre Katze Sie als Mit-Katze betrachtet und deshalb voraussetzt,
dass Sie die Regeln des Katzenlebens beherrschen? Sprich; Ihnen
durchaus mit der manchmal bekrallten Pfote einen Tatzenhieb versetzt,
wenn Sie ihre Körpersprache ignorieren.
Außerdem ist zu bedenken
Wie groß ist Ihre Familie?
Gibt es kleinere Kinder, Hund, andere Haustiere, die eine nervenstarke
Katze erfordern?
Wenn Sie älter sind:
Wie viel Toben und Unordnung einer jüngeren Katze akzeptieren Sie?
Wer übernimmt das Tier in einem Notfall?
Wenn Sie alleine leben:
Haben Sie trotz Beruf genug Zeit für eine Katze?
Bei Berufstätigkeit sind immer zwei Katzen angezeigt?
Oder sind Sie so wenig zu Hause, daß Sie kaum Zeit für ein Tier
haben?
Wie leben Sie?
Brauchen Sie eine reine Wohnungskatze?
Haben Sie die Möglichkeit, einer Katze gefahrlos Freilauf zu geben?
Welches Wesen erwarten Sie von Ihrer Katze?
Sanft, ruhig, souverän, selbstständig, temperamentvoll, verspielt
.... oder was?
Wenn Sie eine Zweitkatze suchen:
Wie alt ist Ihre Erstkatze?
Hat sie je mit anderen Katzen gelebt?
Wissen Sie, daß es Wochen dauern kann, bis sie die Zweitkatze
akzeptiert?
Man braucht Geduld.
Aber diese Geduld macht sich mehr als bezahlt, wenn zwei Katzen sich
liebengelernt haben.
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