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Es gibt Dinge im Tierschutz, die man Jahre im Voraus planen
kann, zum Schutz der Tiere und zur eigenen Beruhigung.
Dazu gehört die Anschaffung eines Tieres (hier: der Katze) im vorgerücktem
Alter.
Viele ältere Menschen schaffen sich zu ihrer Erbauung ein Tier
an.
Grundsätzlich ist hiergegen nichts einzuwenden, wenn man gesund ist und
das Tier ordnungsgemäß pflegen bzw. verpflegen kann.
Erfahrungsgemäß
sind die meisten älteren Menschen jedoch nicht davon zu überzeugen, dass es
für beide Teile - Mensch und Tier - besser ist, wenn
man sich ein "älteres Tier" anschafft.
Ein Beispiel:
Eine Katze. kann bis zu 20 Jahre alt werden.
Ist der Mensch 50 Jahre
alt, kann man davon ausgehen, dass er das 70. Lebensjahr erreicht.
Kann er
aber davon ausgehen, dass, wenn er sich mit 70 Jahren eine junge Katze anschafft,
die nun folgenden 20 Katzenjahre auch noch erlebt (er wäre dann nämlich
90 Jahre alt, und die erreichen - leider - die meisten Menschen nicht?
Ich wünsche
Ihnen allen, liebe Freunde der Tiere, dass Sie sehr alt werden -
aber: je
älter Sie werden, desto geringer wird Ihre Lebenserwartung, das ist eine
Tatsache, über die man offen sprechen kann, weil sie unabänderlich ist.
Was aber passiert dann mit Ihrer geliebten Katze? Tierheim, einschläfern,
zu den Kindern...?
Seien Sie bitte nicht gutgläubig.
In 90% aller Fälle
schieben Ihre Kinder oder die Menschen, die Ihnen versprochen haben, Ihre Katze
zu übernehmen, das Tier sofort nach Ihrem Tode ab.
In den Tierheimen
verkümmern die Tiere, weil ihnen die Bezugsperson fehlt.
Vermittelbar ist
eine solche Katze nur in den wenigsten Fällen, denn:
Niemand
will eine gebrauchte Katze.
Fast alle Menschen, die sich ein Tier anschaffen, wollen ein junges Tier.
Der Kreislauf beginnt von vorn!
Liebe ältere Tierfreunde!
Tiere
im Alter sind sicher etwas Schönes - aber nur dann, wenn das Danach gesichert
ist.
Aus eigener Erfahrung wissen Sie,
dass Ihnen keiner gut genug ist für IHR Tier, darum ziehen Sie einmal
die Konsequenzen Ihrer jahrelangen Tierliebe und der ewigen Beteuerungen "für
mein Tier tue ich alles".
Hier ist eine einmalige Chance, "ALLES für
Ihr Tier" zu tun.
Bitte,
denken Sie an meinen Vorschlag: Nehmen Sie als betagter Mensch auch
eine betagte Katze zu sich. Einen besseren Beitrag zum Schutze und
Nutzen von Tier und Mensch können Sie nicht leisten.
Ein
anderer Lösungsvorschlag des Problems ist folgender: Gar
keine eigene Katze mehr anzuschaffen, sondern regelmäßig Pflegetiere
aufzunehmen, z.B. Katzen deren Halter in Urlaub fahren oder heimatlose Katze,
die gefunden werden und ein vorübergehendes Zuhause suchen, bis neue Halter
für sie gefunden worden sind. So
könnte man Tieren helfen und mit Tieren zusammenleben ohne die Angst
haben zu müssen: "Was passiert mit meinem Tier, wenn mir etwas
zustößt". |