Allergie
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Katzen-Haarallergene
Auszug
aus der Katzenzeitschrift „Our Cats“, 04/2003
Die Experten
Leser fragen – das Spezialistenteam antwortet
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Katzen
gelten als Allergieauslöser Nr. 1, von Hausstaub und Pollen abgesehen. |
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Hauptauslöser
für eine allergische Reaktion auf Katzen ist ein bestimmtes Protein,
das sich im Speichel und auf der Haut der Katze befindet.
Kater
haben doppelt soviel Allergene im Fell wie weibliche Tiere.
Entgegen
der bisherigen Meinung, dass der Kontakt mit Haustieren in den ersten
Lebensjahren das Allergierisiko erhöht, hat eine aktuelle
Studie nun gezeigt, dass Haustiere vielmehr die Entwicklung einer Atopie
bei Kindern verhindern – aber nur, wenn diese mit mindestens zwei
Katzen und/oder Hunden aufwachsen.
Zu
diesem Schluss kamen US-Forscher, nachdem sie knapp 500 Neugeborene bis
zum Alter von 6 – 7 Jahren jährlich nachbeobachtet und bei diesen
einen speziellen Test auf häufige Allergene wie Gräserpollen,
Hausstaubmilben und Hunde/Katzen durchgeführt hatten.
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Kinder,
in deren familiärem Umfeld mindestens 2 Hunde oder Katzen lebten,
zeigten nur in 15,4 % der Fälle positive Testreaktionen; befand sich
nur ein bzw. gar kein Haustier im Elternhaus, stieg der Prozentsatz auf
34,3 % bzw. 33,6 % an.
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Haustiere
geben Endotoxine ab, und dieser Endotoxinspiegel, auf den das reduzierte
Sensibilisierungsrisiko vermutlich zurückzuführen ist, ist umso
höher, je mehr Tiere sich im Haushalt befinden. |
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Es
gibt sowieso kein Entkommen vor den Katzenhaarallergenen, denn sie
werden auch in den unwirtlichsten Gegenden nachgewiesen – selbst in
der Antarktis, wo die Katzendichte mit Sicherheit eher gering ist.
Auch
in öffentlichen Gebäuden wie Kindergärten und Schulen sowie in
Nahverkehrsmitteln werden Katzenhaarallergene gefunden, sprich: an
Orten, wo Katzen definitiv nicht leben. Das ist auch eine Erklärung
dafür, dass 57 % der Katzenallergiker nie Besitzer einer Katze waren. |
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Um
eine Katzenhaarallergie zu entwickeln, ist also bei der Mehrzahl der
Betroffenen ein direkter Kontakt zu Katzen gar nicht erforderlich.
Umgekehrt
bedeutet das, dass die (sowieso nur von jedem 5. Allergiker) durchgeführte
Trennung vom schnurrenden Familienmitglied
auf den Schweregrad der Allergie kaum Einfluss
hat.
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Katzenhaarallergene
sind extrem klein und leicht, so dass sie mit dem Wind überall hin
gelangen und in der Luft aufgewirbelt werden.
Gründliches
Saubermachen und Staub saugen könnte demnach mehr schaden
als nutzen, da dadurch die Allergenkonzentration möglicherweise
sogar noch erhöht werden könnte.
Es
ist wenig sinnvoll, die Katze zu verbannen, wenn dadurch der Kontakt zu
Katzenhaarallergenen ohnehin nicht verhindert werden kann.
Statt
Allergenvermeidung kommt deshalb der spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung)
immer mehr Bedeutung zu.
Hier berät Sie dann Ihr Hausarzt.
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